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PM 2014_04 Google und Amazon sparen Steuern

Steuern sparen mit Double Irish with a Dutch Sandwich

Bekannt unter dem Namen „Double Irish with a Dutch Sandwich“ ist ein Steuertrick durch den Google 8,8 Milliarden Euro Lizenzzahlungen alleine 2012 auf die Bermudas verschoben hat, zu einem Steuersatz von effektiv 5 Prozent.

In der Fachwelt wird die Ersparnis auf mindestens 2 Milliarden Euro geschätzt.

Drastischer noch bei Amazon: Bei einem Umsatz von ca. 5,2 Milliarden Euro zahlte der Versandhandels-Konzern gerade einmal 2,9 Millionen Euro Steuern – erhielt aber zudem rd. 3 Millionen Euro Subventionen durch Investitionsbeihilfen.

In beiden Fällen wurde weder betrogen noch hinterzogen, die multinationalen Konzerne nutzen legal die Steuergesetze.

Konzerne und der Alltag von KMU

Laut einer OECD-Studie zahlen diese multi-nationalen Konzerne gerade einmal 5 Prozent Steuern auf ihre Gewinne.

Kleinere und mittelständische Firmen hingegen, vom mittelständischen Hersteller über das regionale Beratungsunternehmen bis hin zum Hamburger Webdesigner, müssen laut OECD-Bericht in der Regel über ein Drittel ihres Gewinns an den Fiskus zahlen. Im Gegenzug wissen diese Unternehmen jedoch, wie gnadenlos die Finanzämter bei Liquiditätsengpässen reagieren. Von Investitionshilfen können KMU meist nur träumen, da Ihnen das notwendige Eigenkapital fehlt.

Was ist ein „Double Irish with a Dutch Sandwich“?

Kurz gesagt, werden bei diesem Steuersparmodell werden die Gewinne aus der aktiven Gesellschaft in Irland mittels Lizenzeinnahmen durch eine Holding in den Niederlanden abgesogen. Die Gewinne der Holding fließen nun in eine irische Holding, die die Dividendeneinnahmen unversteuert lässt. Eigentümer der irischen Holding ist nun eine Exempted Company auf den Bermudas, bei der Einnahmen außerhalb der Bermudas nicht versteuert werden.

Voraussetzungen für das Steuersparmodell „Double Irish with a Dutch Sandwich“

Indoor-Fahrradweg bei Google in den Niederlanden Die Anforderungen der jeweiligen Steuergesetzgeber in Irland, den Niederlanden und Bermudas lassen dieses Steuersparmodell nur dann legal zu, wenn ein gewisser Aufwand betrieben wird, der sog. hinreichende Substance Escape. Dies ist auch aus Sicht der Eigentümer der Gesellschaften in den USA wichtig!

Mit reinen Treuhandmodellen in Irland und ohne Infrastruktur auf Bermuda kann man dieses Modell nicht empfehlen. Zudem sind Treuhänder in Irland als Directors nicht zulässig.

Auch müssen den Lizenzen in den Niederlanden entsprechende Lizenzen, Verträge und Patente zu Grunde gelegt werden. Bei einer Steuerersparnis von mehreren Milliarden Euro ist es nicht weiter problematisch, hinreichend Substanz zu schaffen und bei den drei Riesen-Konzernen Apple, Google und Amazon liegen die entsprechenden Patente und Lizenzen auch vor.

Kann ein KMU am „Double Irish with a Dutch Sandwich“ teilhaben?

Wenn die Voraussetzungen Substance Escape und Lizenzen vorliegen – ohne weiteres ja!

Allerdings werden diese Voraussetzungen von den wenigsten Mandanten erfüllt und die laufende Beratung durch Rechtsanwälte, Gehälter für Angestellte und Kosten für Büros in den jeweiligen Ländern dürfte den durchschnittlichen Gewinn eines kleinen oder auch mittelständischen Unternehmens übersteigen.

Alternative Lösungen zur Reduzierung der Steuerlast von KMU

Für kleine und Mittelständische Unternehmen bietet sich daher an, über andere Staaten einen ähnlichen Weg zu verfolgen wie dies Appel & Co tun.

Zypern und Liechtenstein etwa vereinen hierbei zwei wesentliche Elemente des Steuersparmodells:

  • Einnahmen aus Lizenzen und Patenten werden zu 80% nicht besteuert (IP-Box)
  • Aktive Einnahmen aus Rechnungen werden nur mit 12,5% besteuert
  • Dividenden-Einnahmen werden nicht besteuert

Jedoch ist im Rahmen der Mutter-Tochter-Richtlinie zu beachten, dass Einnahmen für Lizenzen bei verbundenen Unternehmen nicht immer als Betriebsausgaben angerechnet werden, wenn die Muttergesellschaft auf die Einnahmen keine Steuern zahlt! Bei Enkelgesellschaften oder Dritten spielt dies aber schon keine Rolle mehr.

Im Falle Zyperns und Liechtenstein werden entsprechend 80% derLizenzeinnahmen oder Einnahmen aus Patenten oder Urheberrechten als betriebsbedingte Einnahmen gegengerechne; dies führt zwar im Endeffekt dazu, das 80% der Einnahmen nicht besteuert werden, aber eben nicht steuerfrei sind!

Weniger Aufwand im Nord-Süd-Gefälle

Der große Vorteil bei einer Lösung über Zypern oder Liechtenstein:

In beiden Ländern kann dasselbe Unternehmen zugleich aktive Einnahmen aus Lizenzen erwirken und trotzdem steuerpriviligiert Dividenden einnehmen. Hierbei spart man Verwaltungsaufwand und weitere Kosten ein. Beim Double Irish with a Dutch Sandwich ist dies in Irland und den Niederlanden nicht möglich, daher stehen dort am Ende 4 Firmen:

  • 2 mal Irland
  • 1 mal Niederlande
  • 1 mal Bermudas

Im Falle von Zypern oder Liechtenstein erwirtschaftet also eine Gesellschaft A dort Einnahmen durch Rechnungen für Lizenzen, z.B. an eine GmbH B in Deutschland. Somit ist die GmbH B eine Tochtergesellschaft zur Zypern A und kann die Rechnungen für Lizenzen als betriebsbedingte Ausgaben in Deutschland absetzen und vom zu versteuernden Gewinn abziehen. Der verbleibende Gewinn nach Steuern der GmbH B fließt steuerfrei von Deutschland in die Zypern A.

Da Zypern Dividenden an Nicht-Zyprioten nicht versteuert, erübrigt sich auch der Weg über die vierte Firma in einem Offshore-Staat wie den Bahamas.

Dieses Beispiel lässt sich mit wenigen Modifikationen auch auf Liechtenstein und andere Staaten anpassen.

Der notwendige Substance Escape in Zypern oder Liechtenstein ist hierbei unverhältnismäßig geringer, als dies in Irland und den Niederlanden der Fall wäre.

Der Weg über eine deutsche GmbH ist dabei noch nicht einmal zwingend erforderlich, sondern könnte über eine Gesellschaft in einem Niedrigsteuerstaat realisiert werden.

Holding mit IP-Box in Liechtenstein

Die nachfolgende Grafik verdeutlich, wie ein Double Irish with a Dutch Sandwich auch mit einer Liechtensteiner Holding realisiert werden kann. Zusammen mit einer hinterlegten Stiftung in Liechtenstein als Eigentümer bietet sich die Möglichkeit der absoluten Anonymisierung der Gesellschafter.

Auch bezüglich der Erbfolge und Vermeidung der Erbschaftssteuer liegen hierin Vorteile, die man über Irland oder die Niederlande nicht realisieren kann.

Besteuerung einer IP-Box in Liechtenstein


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